Hofamt Priel
Hofamt Priel ist eine Gemeinde im Bezirk Melk in Niederösterreich. Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 39,6 km² und zählt rund 1.700 Einwohner. Hofamt Priel liegt auf 240 Meter Seehöhe im bezaubernden Waldviertel. Weins ist ein Teil der Katastralgemeinde Hofamt Priel.
...weitere Informationen zu Hofamt Priel
Hofamt Priel bildet die Grenze vom Strudengau zum Nibelungengau und ist ein von ruhigen Wäldern umgebenes Streusiedlungsgebiet. Von höher gelegenen Regionen aus, wird dem Betrachter ein atemberaubender Panoramablick bis ins Alpenvorland geboten. Außerdem ist die Gemeinde Hofamt Priel als Ökoregion im südlichen Waldviertel bekannt.
 
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Hofamt Priel gehören das Schloss Persenbeug und das Donaukraftwerk „Ybbs -Persenbeug“. Das Schloss Persenbeug wurde bereits im Jahr 863 als „Biugin“ in einer Urkunde des Klosters Niederaltaich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das prachtvolle Schloss oftmals seine Herrschaften und befindet sich heute in Privatbesitz.
 
In den weiten idyllischen Wäldern können Wanderer und Spaziergänger auf drei Wanderwegen, dem „Hubertusweg“, dem „Weinser Rundwan-derweg“ und auf dem „Kreuzweg“ entspannen.
 
Auf den anspruchsvollen Mountainbike-Strecken „Kaiser Strecke“, „Mühlberg Strecke“ und der „Sulzberg Strecke“ können Radsportfans viele sehenswerte Bauwerke, beispielsweise das Schloss Persenbeug sowie die herrliche Landschaft genießen.
 
Artstetten
Für Kultur- und Geschichtsinteressierte empfiehlt sich das Schloss Artstetten mit Schlossmuseum und die Gruft des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin. Das im 13. Jhdt. gegründete und in seiner heutigen Form auf das 16. Jhdt. zurückgehende Schloss Artstetten befindet sich noch immer im Familienbesitz der Nachfahren des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdi-nand.

Im Museum wird das Leben, Wirken und politisches Denken des Thronfolgers dargestellt, ebenso werden seine Sammlungen und Erinnerun-gen gezeigt. Die Gruft, in der der Thronfolger und seine Gemahlin nach dem Attentat von Sarajevo beigesetzt wurden, ist hier zu besichtigen.

Maria Taferl als Wallfahrtsort
Die prächtige Pfarr- und Wallfahrtskirche wurde in Jahren 1660 bis 1710 erbaut. Der berühmte Baumeister Jakob Prandtauer, der auch für den Bau des Benediktinerklosters Stift Melk verantwortlich war, baute die wunderschöne 5,5 Meter hohe Kuppel der Wallfahrtskirche. Der Baustil der Wallfahrtsbasilika ist Barock.

Ein Wallfahrtsort ist die Marktgemeinde Maria Taferl seit ca. Mitte des 17. Jahrhunderts und zwar seit der Viehhirte Thomas Pachmann und Alexander Schinagl, Bürgermeister und Förster, an diesem Ort auf selt-same Art und Weise geheilt wurden.

In der Sakristei der Basilika befinden sich wertvolle Stuckornamente von Carlo Consenio aus dem 17. Jahrhundert sowie prachtvolle Re-naissancekästen vom Tischlermeister Andreas Porr aus dem Jahr 1670.

Ein ganz besonderes Juwel der Wallfahrtsbasilika ist die Schatzkammer von Maria Taferl. An der Decke der Schatzkammer befinden sich herrliche barocke Fresken, die ebenfalls die Entstehungsgeschichte und wundersame Heilungen darstellen.

Persenbeug-Gottsdorf
Das Kraftwerk Ybbs-Persenbeug geht auf Pläne von Hermann Göring zurück und hatte Priorität innerhalb des gesamten Donauausbaues. So wurde bereits 1938 mit dem Bau begonnen, dieser aber 1939 bereits wieder eingestellt. Den eigentlichen Bau begann die Österreichische Donaukraftwerke AG im Jahre 1954. Die Stauanlage wurde im Strombett in Nassbauweise errichtet.

Nach fünfjähriger Bauzeit wurde 1959 das erste Wasserkraftwerk der Österreichischen Donaukraftwerke eröffnet und als Symbol des österreichischen Wiederaufbaus in den Nachkriegsjahren und der Zweiten Republik gefeiert. In den 1990er Jahren baute man bei weiterlaufendem Vollbetrieb einen zusätzlichen Maschinensatz ein. Seit dessen Inbetriebnahme 1996 entspricht die Effizienz der Wassernutzung den modernen Anforderungen.

Ybbs an der Donau
In Ybbs gibt es sehr viele alte sehenswerte Gebäude und Denkmäler. Beispielsweise empfiehlt es sich den Pulverturm der Stadt zu besichti-gen. Dieser stammt aus dem Jahr 1523. Er wurde ursprünglich für die Verteidigung der Stadt erbaut.

Es empfiehlt sich auch die ehemaligen Stadttore, bzw. die Wandmale-reien mit deren Abbildung zu besichtigen. Von Ybbs führten früher vier Stadttore in die Vorstädte der Stadt.

Das Schiffsmeisterhaus erinnert an den für die Stadt einst so wichtigen Wirtschaftszweig der Stadt. Dieses Haus zählt zu den größten Gebäu-den der Stadt. Bei diesem Gebäude findet man Bauteile aus der Zeit des Barock und des Renaissance.
Ebenfalls sehr sehenswert ist der Passauerkasten. Es handelt sich dabei um das älteste Gebäude der Stadt. Dieses stammt aus der frühgotischen Zeit. Sehr alt ist auch die Stadtpfarrkirche Sankt Laurenz. Dieses dreischiffige Gebäude wurde circa im Jahr 1500 fertiggestellt. Am Kirchplatz bei der Kirche befindet sich allerdings ein Grab aus dem Jahr 1368.

Ein auffälliges Gebäude der Stadt ist auch das Salzamt. Es war einst ein kaiserliches Mauthaus. Ab dem Jahr 1639 fand es als Salzlager eine Verwendung.

Melk an der Donau
Das auf der ganzen Welt bekannte Benediktiner Kloster Stift Melk ist seit über 1000 Jahren ein geistliches und kulturelles Erbe Österreichs und zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe.
Das Kloster war anfangs die bekannte Babenbergerburg und wurde im 11. Jahrhundert zu einem Kloster umgebaut. Der großartige Barockbau entstand in den Jahren 1702 bis 1736 nach den Plänen von Jakob Prandtauer.

Das Stift Melk ist die größte barocke Klosteranlange Österreichs mit ei-ner Länge von etwa 320 Metern. Das Kloster beherbergt eines der mo-dernsten Stiftsmuseen und ist eines der meistbesuchten Sehenswür-digkeiten in Österreich. Kaum ein anderer Barockbau kann dieses Bauwerk an Prunk und Pracht übertreffen.

Die Kaiserstiege, das bereits erwähnte moderne Stiftsmuseum, welches in den ehemaligen Kaiserzimmern untergebracht ist, der Marmorsaal, die Stiftsbibliothek, die Altane und die Stiftskirche sind Höhepunkte je-der Besichtigung.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Pfarrkirche Melk, welche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von einer Kapelle zu einer Kirche ausgebaut wurde, der Stadtbrunnen mit der bekrönenden Figur des hei-ligen Kolomann und ein kleines Häuschen aus dem 17. Jahrhundert, welches „alter Brotladen“ genannt wird.
Die „Alte Post“ in Melk ist das schönste Posthaus Österreichs. Das wunderschöne Gebäude zeigt Stilelemente vom Übergang vom Spätba-rock zur Frühklassizistik.

Grein
Die Stadtpfarrkirche von Grein ist eine sakrale Sehenswürdigkeit. Sie ist im spätgotischen Stil erbaut. Das Altarbild wurde von dem bekann-ten Künstler Bartholomeo Altomonte errichtet und zeigt den Namenspa-tron. Das ehemalige Franziskanerkloster befindet sich im Stadtzentrum von Grein an der Donau und heute ist es das Haus Sankt Antonius. 

Ein besonderes Bauwerk von Grein ist das historische Stadttheater, welches in seiner Form das älteste von Österreich ist. Es wurde im Jahre 1791 als weltliches Theater erbaut und gilt als architektonisches Juwel. Es ist mit vielen Kuriositäten bestückt. So befinden sich hier noch ein Gefängnis, von welchem aus die Sträflinge den Theateraufführungen beiwohnen konnten, sowie ein Klosett, welches nur durch einen Vorhang von den Zuschauern getrennt ist. Weitere Sehenswürdigkeiten von Grein an der Donau sind das Halterkreuz, welches bei einer gefähr-lichen Stromschnelle errichtet wurde, die Sonnenuhr an der Donaupromenade sowie das Wetterhäuschen vor der Pfarrkirche.

Burg Clam
Die Burg Clam wurde im Jahr 1149 von Otto von Machland errichtet. Die Grafen-Clam-Martinic sind seit einem halben Jahrtausend im Besitz der Burg. Die Burg Clam gehört zu einer der wenigen Burgen weltweit, die nie eingenommen wurden. Trotz vielen Belagerungen und Sturm-versuchen, bot die Burg immer Schutz für die Bevölkerung. Sehens-würdigkeiten der Burg sind der Arkadenhof aus dem Jahr 1581, die Eichenkapelle aus dem Jahr 1973 und die Museumsräumlichkeiten.

Die Burgbrauerei Clam auf der Burg Clam wurde erstmals im Jahr 1550 urkundlich erwähnt.

Im 1. Weltkrieg musste die Brauerei eingestellt werden und wurde erst 1990 nach Renovierungsarbeiten beim Sudhaus und einer Modernisierung wieder aufgenommen. Das helle und dunkle obergärige Bier wird nach einem alten böhmischen Geheimrezept jährlich in Clam gebraut. Das Bier wird nur auf der Burg Clam und in einigen umliegenden Orten verkauft.

Gaming
Zu den Sehenswürdigkeiten in Gaming zählt unbestritten die Kartause Gaming. Besonders sehenswert sind hier die Klosterkirche und der Prälatensaal. Aber auch die Stiftsbibliothek mit ihren barocken Fresken von Wenzel Lorenz Rainer ist einen Besuch wert. Besonders interessant sind auch das Kartausen-Museum und der Kräutergarten.

Für Eisenbahnfreunde hat Gaming etwas Besonderes zu bieten, näm-lich die Trestlework-Brücken der Ybbstalbahn. Die hölzernen Eisenbahnbrücken stammen aus dem 19. Jahrhundert. Im Sommer werden Nostalgiefahrten mit Dampfzügen veranstaltet.

Göstling an der Ybbs
In der Gemeinde Göstling an der Ybbs gibt es eine Nostalgiebahn, der Ötscherland-Express. Die Ötscherland-Expressbahn führt vorbei von Lunz am See über Göstling an der Ybbs nach Sankt Georgen am Reith.

Lunz am See
Eine sakrale Sehenswürdigkeit von Lunz am See ist die barocke Pfarrkirche. Sie wurde im 15. Jahrhundert in gotischem Stil erbaut und im 18. Jahrhundert barockisiert. Neben vielen wertvollen Kunstgegenständen ist die Statue „Maria im goldenen Sessel“, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, besonders zu erwähnen.

Weitere interessante Bauwerke von Lunz am See sind die Sankt Johannesbrücke und die Töpperbrücke, die beide interessante architekto-nische Konstruktionen darstellen.

Aufgrund der reizvollen Landschaft ist eine Fahrt mit der nostalgischen Schmalspurbahn „Ötscherland Express“ zu empfehlen. Die Fahrt dauert rund eine Stunde und führt mit seinen alten Waggons durch die Berglandschaft rund um Lunz am See. Die abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft um Lunz am See bie-tet ideale Bedingungen zum Wandern in Niederösterreich. Zahlreiche markierte Wanderwege führen etwa auf den Dürrenstein oder den nahegelegenen Ötscher. Darüber hinaus gibt es in Lunz am See verschiedene Mountainbikestrecken und Radwege. Für Abkühlung und Badespaß an heißen Sommertagen sorgt der Lunzer See, der darüber hinaus auch für Angelfreunde ein reiches Fischvorkommen bietet.

Braustadt Wieselburg
Das Braumuseum der Brauerei Wieselburg ist einen Besuch wert.

Im Museum für Ur- und Frühgeschichte findet man unter Anderem einen Bronzearmreifen aus der Zeit um 1600 bis 1200 vor Christus und noch weitere zahlreiche Funde aus dem Gebiet des Erlauftales.